Heilende Berührung – Pferdeosteopathie und Pferdephysiotherapie

23. Februar 2016

Ein Beitrag von: Nina Bani Harouni 

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In der Osteopathie, der Physiotherapie und der Chiropraktik kommen gleichermaßen die Hände zum Einsatz. Die drei Therapieformen sind durchaus unterschiedlich, gehen aber von einem gemeinsamen Ansatz aus: Verspannte Muskulatur, verklebte Faszien und fixierte Gelenke werden als Ursache für vielfältige Krankheiten betrachtet, weil auf diese Weise Nerven, Durchblutung und Stoffwechsel gestört werden können. Dies kann unmittelbar Muskeln, Gelenke und Organe schädigen oder auch weitere Folgeerkrankungen nach sich ziehen.

Chiropraktik 

Dieser Begriff wird aus den altgriechischen Worten Cheir und Praxis abgeleitet, also Hand und Tätigkeit. Der Fokus liegt hier auf der Wirbelsäule, denn Störungen der dort austretenden Nerven werden als vorrangige Ursache für verschiedene Erkrankungen betrachtet. Chiropraktiker verwenden viele Impulstechniken, an der Wirbelsäule des Pferdes häufig von oben. Hierbei steht der Therapeut auf einem Podest aus Hartschaumstoff.

Physiotherapie 

Ein Physiotherapeut analysiert die Muskulatur und das Bindegewebe sowie die sportliche Situation des Menschen oder Tieres. Natürliche physikalische Reize wie Wärme, Kälte, Druck, Laserstrahlung und Elektrizität unterstützen die manuelle Therapie wie z.B. Massage und Dehnung. Die Anleitung zur Gymnastizierung, also spezielle Trainingsübungen oder auch gezielte Bewegungen, spielen eine große Rolle.

Osteopathie

Der 1828 geborene Arzt Andrew Taylor Still ist der Begründer der heutigen Osteopathie, eines ganzheitlichen Ansatzes, der nicht nur sämtliche Körperstrukturen mit einbezieht, sondern auch die sportliche Situation, die Psyche und das Umfeld.  Muskeln, Faszien, Sehnen und Bänder sowie Haut und Gelenke (auch die der Wirbelsäule) werden zunächst durch spezielle Tests analysiert und dann therapiert. Zum Einsatz kommen dabei neben Massagen sanfte osteopathische Techniken, manchmal auch Impulstechniken. So wird beispielsweise die Wirbelsäule meist von der Seite, selten direkt von oben behandelt. Da es sich bei Hirn- und Rückenmarkshäuten um Faszien handelt, gehören auch cranio-sakrale Behandlungen zu den osteopathischen Tätigkeiten.

Wer behandelt welche Beschwerden?

Alle drei Therapieformen haben sich bewährt, wenn ein Pferd am Hals, Rücken oder den Beinen erkrankt und auch, wenn der Reiter Schwierigkeiten beim Reiten hat. Für langfristige Verbesserungen bei Bewegungseinschränkungen sind gymnastische Übungen und eine Trainingsberatung sinnvoll. Hierbei helfen sowohl Physiotherapeuten, als auch Osteopathen dem Pferdebesitzer. Die Ursache einer Erkrankung kann jedoch so verborgen sein, dass wiederholt auftretende Beschwerden eine gründliche Spurensuche erforderlich machen. Für diese Aufgabe ist ein Osteopath der richtige Ansprechpartner.

 

Portrait wwwNina Bani Harouni
Pferdeosteopathie und Pferdephysiotherapie
Mitglied der Deutschen Gesellschaft für osteopathische Pferdetherapie e.V.     


Weitere Informationen unter:

www.pferdeosteopathie-elbvororte.de