Unterschriften-Aktion gegen EU-Antibiotika-Verbot

Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift, ein weitreichendes EU-Antibiotikaverbot für die Tiermedizin zu verhindern!

AN ALLE TIERHALTER: Das Leben und die Gesundheit unserer Haustiere sind in Gefahr, da das EU-Parlament plant, Antibiotika für die Tiermedizin weitgehend zu verbieten! Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift, diese Katastrohe zu verhindern, denn auch Ihr Tier ist betroffen!

Normalerweise sind wir keine Freunde solch dramatischer Appelle und halten uns bei Petitionen auch eher zurück. In diesem Fall droht aber eine echte Katastrophe, wenn wir nicht SOFORT handeln!

Und um eines hier gleich vorwegzunehmen: ES GEHT NICHT um den absolut fragwürdigen, leistungsverstärkenden Einsatz von Antibiotika bei den armen „Nutztieren“ – das ist ein anderes wichtiges Thema. Es geht hier um unsere Haus- und Heimtiere!!!

Ein generelles Verwendungsverbot der wichtigen Antibiotika für die Tiermedizin würde bedeuten, dass wir künftig bei Hunden, Katzen und Pferden zahlreiche hartnäckige und gefährliche bakterielle Infektionen nicht mehr erfolgreich bekämpfen können. Bei Kaninchen, Meerschweinchen, Repilien, Exoten und Co. könnten wir sogar bei fast jeder Art von bakterieller Infektion nur noch hoffen und beten, weil wir für diese Tierarten GAR KEIN funktionierendes Antibiotikum mehr zur Verfügung hätten.

Hintergrund:

In 2019 wurde die (neue) EU-Tierarzneimittelverordnung 2019/6 verabschiedet. In einem Nachfolgerechtsakt müssen EU-Kommission, Mitgliedsstaaten und EU-Parlament nun bis zum Inkrafttreten des Gesetzes im Januar 2022 festlegen, welche Antibiotika künftig für den Menschen vorbehalten und damit für die Tiermedizin verboten werden sollen.

Im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des EU-Parlaments (ENVI) wurde Mitte Juli über einen von der Kommission dazu vorgelegten Entwurf für die Verordnung über „Kriterien für die Einstufung antimikrobieller Mittel, die für die Behandlung bestimmter Infektionen beim Menschen vorbehalten sind“ abgestimmt. Leider hat der ENVI den auf wissenschaftlicher Expertise basierenden Kommissionsvorschlag abgelehnt, obwohl er mit der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) sowie EFSA, ECDC, OIE und WHO abgestimmt war, mithin also ein echter One-Health-Vorschlag ist. Final muss nun noch das Europäische Parlament Mitte September über den Vorschlag abstimmen.

Was wären die Konsequenzen für die Tiere/Tiermedizin?

Wenn der im ENVI beschlossene Entschließungsantrag auch im Europäischen Parlament eine Mehrheit findet, dann wäre ein komplettes Anwendungsverbot von Fluorchinolonen, Cephalosporinen der 3.und 4. Generation, Polymyxinen und Makroliden in der Tiermedizin kaum mehr abzuwenden. Von dem Anwendungsverbot wären alle Tierarten betroffen mit dramatischen Auswirkungen für die Therapie von Tieren.

Nach Auffassung der EU-Kommission und des Europäischen Tierärzteverbandes FVE wären dann auch Ausnahmen für Einzeltiere bei schwerwiegenden Infektionen nicht möglich, da die VO 2019/6 eine Reservierung von Wirkstoffen für die Humanmedizin vorsieht und dies über ein Ruhen bzw. Einziehen der Arzneimittelzulassung(en) erfolgen soll.

Viele Krankheiten könnten also nicht mehr oder nicht mehr adäquat behandelt werden. Das hätte erhebliche Auswirkungen für den Tierschutz!

Helfen Sie diese Katastrophe zu verhindern!

Handeln Sie schnell und unterstützen Sie diese Aktion, damit wir Tierärzte auch in Zukunft Ihrem Tier noch helfen können.

Bis zum 03. September liegen Unterschriftenlisten bei uns in der Praxis aus.

Eine Online-Petition zu dieser Aktion finden Sie unter: Petition · EU will weitreichende Antibiotikaverbot für Tiere – Gefahr für unsere Tiere · Change.org

Weitere Hintergrund-Informationen finden Sie unter: Tierärzteverband startet Unterschriftenkampagne gegen weitreichendes Antibiotikaverbot © Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (tieraerzteverband.de)

 

Foto: © Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.

[Quelle: Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.]

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