STOPP dem illegalen Welpenhandel

Hundewelpen sind gefragt – jetzt in der Corona-Pandemie noch mehr als sonst. Züchter berichten von einer großen Nachfrage. Angeboten werden die Tiere häufig über Internetplattformen und Social-Media-Kanäle. Viele von ihnen werden allerdings – meist im Ausland – unter tierschutzwidrigen Bedingungen aufgezogen und nach Deutschland transportiert.

 

Dabei wird gegen geltendes Recht verstoßen: Stichwort illegaler Welpenhandel. Zu früh werden die Welpen häufig vom Muttertier getrennt, werden weder entwurmt noch mit wichtigen Impfungen versorgt und zudem tierschutzwidrig transportiert und schlecht versorgt. Das Geschäft ist auch deshalb möglich, weil es genügend Abnehmer gibt. Die Folgen werden häufig erst später sichtbar für die Käufer: Zum Teil erkranken die Welpen schwer.

Um potentielle Käuferinnen und Käufer dafür zu sensibilisieren und besser aufzuklären, intensiviert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Informationen über kriminelle Machenschaften im Welpenhandel. An der Seite von Bundesministerin Julia Klöckner stehen als Kooperationspartner:

  • die Bundestierärztekammer,
  • der Bundesverband praktizierender Tierärzte,
  • der Bundesverband der beamteten Tierärzte sowie
  • die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz.

Bundesministerin Julia Klöckner betont: „Haustiere können eine große Bereicherung für das Leben von uns Menschen sein. Aber Tiere sind nicht irgendeine Ware – wer zum Beispiel einen Hund kaufen und halten möchte, trägt besondere Verantwortung! Auch dafür, woher das Tier stammt und wie es aufgezogen wurde. Mit unserer Informationsoffensive „Stopp dem illegalen Welpenhandel“ wollen wir kriminellen Machenschaften besser das Handwerk legen. Aber wir werden auch politisch nachschärfen, zum Beispiel mit Blick auf die Internetplattformen. Unseriöse Anbieter müssen für die Behörden hier besser rückverfolgbar sein.“

Worauf beim Welpenkauf vor allem zu achten ist:

  • Die Welpen sollten beim Züchter nur vor Ort gekauft oder aus einem Tierheim übernommen werden. Kofferraumangebote auf Parkplätzen sind höchstverdächtig.
  • Das Muttertier sollte beim Kauf unbedingt anwesend sein.
  • Die Welpen sollten nachweisbar geimpft und älter als acht Wochen sein.
  • Ein Kauf sollte grundsätzlich gut informiert und nicht spontan erfolgen.

Teil der Informationsoffensive ist eine Webseite mit zahlreichen Informationen zum Welpenkauf. Ein Anzeigenmotiv (anbei) wird im öffentlichen Raum (auf digitalen Anzeigetafeln) und online – unter anderem im Umfeld von Handelsplattformen – sichtbar sein sowie Tierarztpraxen bundesweit und weiteren Multiplikatoren zur Verfügung gestellt. Mehr Informationen finden Sie unter: www.bmel.de/welpenhandel

 

TIPP:

Mit dem Portal www.haustier-berater.de unterstützt das Bundesministerium potentielle Haustierkäufer dabei zu prüfen, welches Tier überhaupt zu den eigenen Lebensumständen passt.

 

[Quelle: BMEL –  Pressemitteilung – Nr. 84/2021 – 11. Mail 2021]

[Foto: BMEL / (c) smurf1985-stock.adobe.com]